Hallo Leute,
es tut mir sehr leid, dass ich so lange nicht geschrieben habe. Ich habe einfach kaum Motivation und Zeit dazu, mich hinzusetzen und alles nachzuholen, was hier so passiert ist, weshalb ich das jetzt auch nicht versuchen werde. Zurück in Deutschland werde ich versuchen, ein paar Posts über verschiedene Dinge zu schreiben, aber hier schaffe ich das jetzt nicht mehr, vor allem, da ich meine letzte Zeit hier jetzt noch wirklich genießen möchte.
Sagen möchte ich nur, dass es mit dem zweiten Semester viel besser gelaufen ist. Ich habe angefangen Freunde zu finden, offener zu werden, usw. Ich habe mich in diesem Semester sehr verändert und viele tolle Sachen erlebt, in der Schule und außerhalb. Von Softballspielen, über Chor Konzerte und einer Tour nach Salt Lake City zu Roadtrips (einem großen von Boise zum Arches National Park, Antelope Canyon und Grand Canyon während Spring Break) und Prom.
Und jetzt habe ich noch 28 Tage bis ich Boise verlasse und 31, bis ich wieder deutschen Boden untern den Füßen habe. Bei mir herrscht auf jeden Fall großes Gefühlschaos, wie ihr euch vielleicht mehr oder weniger vorstellen könnt :D
Es ist ein extrem komisches Gefühl, über mein Leben in Deutschland nachzudenken. Es scheint so weit entfernt und unreal zu sein, so als wäre es nur ein Traum und ich hätte schon immer hier in den USA gelebt. In den letzten 2/3 Monaten habe ich angefangen zu realisieren, wie sehr ich mich verändert habe. Ich weiß nicht, ob es mir meine Familie und Freunde in Deutschland sofort anmerken, aber so viel in mir hat sich verändert, ich kann es nicht wirklich in Worte fassen. Ich bin davon überzeugt, dass nur Austauschschüler wirklich verstehen, was ich meine. Bevor ich hierhergekommen bin, dachte ich, dass ich verstanden habe, was alle Austauschschüler meinten mit: "Ich habe mich so verändert, bin unabhängiger, offener und erwachsener geworden". Aber das habe ich nicht. Es ist wirklich nicht zu beschreiben. Ein Auslandsjahr ist einfach eine unglaublich komplexe Erfahrung, die man nicht so einfach beschreiben kann. Ja, ich bin unabhängiger, erwachsener, offener und auch positiver geworden. Aber was genau das heißt oder wie es sich äußert, kann ich euch nicht genau erklären. Ich habe so viel gelernt über Toleranz und die USA als Land. Und vor allem auch über mich selbst. Hätte man mich vor einem Jahr gefragt - Who are you? hätte ich keine Antwort gewusst, Jetzt habe ich das Gefühl, der Antwort ein bisschen näher zu sein.
In den letzten Wochen ist mir bei dem Gedanken nach Deutschland zurückzukehren fast schlecht geworden und ich stand kurz vor den Tränen. Ich habe das Gefühl, zurück in Deutschland nicht mehr reinzupassen, einfach etwas "weiter" zu sein als die meisten anderen und dass niemand Zuhause mich wirklich verstehen wird und was für einen großen Einfluss diese Erfahrung auf mich hatte. Wie werde ich auf Fragen wie "Wie war es in den USA?" antworten? Niemand wird mir ewig zuhören wollen, wenn ich diese Frage wirklich ehrlich beantworten sollte. Niemand wird mit mir über die lustigen Momente, die ich erlebt habe lachen, weil sie nicht dabei waren und/oder sie nicht verstehen. Ich habe auch Angst vor Schule, wieder zurück in die Realität zu kommen, in der meine Noten zählen und ich wieder wirklich lernen muss. Ich werde außerdem nicht mehr diesselben Möglichkeiten haben, meine (neuen) Hobbies auszuüben, und erst recht nicht mit denselben Leuten. Ich habe Angst, dass mich die Leute hier vergessen werden. Dass einfach alles so sein wird, als ob ich nie da gewesen wäre. Dass ich Kontakt zu meinen Freunden hier verliere und/oder ich sie nie mehr wiedersehen werde, was was die meisten angeht sehr wahrscheinlich ist. Ich habe mich wirklich NULL auf Deutschland gefreut.
Doch in den letzten Tagen wird mir immer mehr bewusst, was ich hier nicht mag oder worauf ich mich in Deutschland freuen kann. Ich hasse das ganze Drama hier, wie jeder hinter dem Rücken von jedem lästert, dieses Fake sein, die ganzen Gerüchte, dass jeder 24/7 am Handy ist und sich als komplett andere Personen auf Social Media darstellen und dass diese oft wichtiger zu sein scheinen, als das echteLeben. Die "My life sucks" und "I wanna die" Eintellung, dieser Pessimismus vieler Leute.
Ich freue mich riesig auf meine Freunde, Familie, Katzen, Essen und einfach das Gefühl durch meine Stadt zu laufen. Ich vermisse es sehr, richtige Freunde zu haben, die man schon seit Jahren kennt und so vieles zusammen erlebt hat und denen man alles erzählen kann, die einen verstehen.
Ich würde gerne noch länger bleiben, ich würde nicht sagen, dass ich schon bereit bin zu gehen, aber ich freue mich jetzt auch ein kleinen bisschen darauf und ich glaube, das ist gut.
Mal sehen, ob noch ein Post kommt, bevor ich fliege. Am 29. Mai ist schon meine Abschiedsfeier! Verrückt!
Bis Bald,
Kati ♥
Hi,
AntwortenLöschenich bin momentan auch dabei, eien Blog über mein Auslandsjahr zu machen, jedoch weiß ich teilweise nicht wie das gestalten funktioniert. Ich dachte, da dein Blog sehr gut aussieht, dass du mir vielleicht ein paar Fragen beantworten kannst.
Meine erste Frage wäre, wie du ganz oben die Unterteilungen von deinem Blog gemacht hast, also Gastfamilie, Schule und sowas?
Meine zweite Frage ist, wie das das auf der rechten Seite gestaltet bekommen hast also das mit der Timeline, dass ernn man z.B. auf Mai drückt, zu dem Eintrag vom Mai kommt?
Wäre cool wenn du mir da vielleicht ein paar Tipps geben kannst
LG
Hey, dein Blog ist voll schön und interessant:) Man merkt richtig, wie du dir Mühe gibst, ihn so schön wie möglich zu gestalten! Er gefällt mir echt gut!
AntwortenLöschenWenn du möchtest kannst du ja auch mal bei meinem Blog vorbeischauen und ihm auch gerne folgen, wenn du magst:) Würde mich darüber echt freuen :)
Mein Blog: https://oneyearandmyadventure.wordpress.com
Anne
Hallo Anne,
Löschendein Blog ist echt toll! Ich werde dir auf jeden Fall bei deiner Reise in die USA folgen und mitlesen! Genieße die Zeit, sie ist viel zu schnell vorbei und viel Glück und Spaß!! ♥
Kati
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